CO2 Verbrauch bei Mode

Die Modeindustrie und die Umweltverschmutzung

Noch nie war Mode so günstig wie heute, doch zu welchem Preis? – Zu Kosten der Umwelt. Die durchschnittliche Verwendungsdauer von Klamotten sinkt, seit 2005 um 36%. Fast Fashion setzt sich immer mehr durch, das trägt zu den jährlich 92 Millionen Tonnen Abfall der Modeindustrie bei. In dieser Hinsicht ist auch keine Trendwende absehbar. Von 1996 bis 2012 haben die Europäer ihre Modeeinkäufe um 40% gesteigert. Pro Jahr kauft jede Person 15 Kilogramm neue Kleidungsstücke.

Insgesamt ist die Modeindustrie für 10% der weltweiten Umweltverschmutzung verantwortlich. Bevor ein Kleidungsstück im Geschäft landet, hat dieses mehrmals den Planeten umrundet. Es wird produziert, wo es am günstigsten ist, oft in asiatischen Ländern wie China oder Bangladesch, diese Länder tragen dann die Kosten der Umweltverschmutzung. Dabei geht es um die Verschmutzung von Flüssen aber auch um die Verwendung von Chemikalien. Als Beispiel werden bei der Produktion eines T-Shirts aus Baumwolle das Doppelte bis vierfache des Gewichts des T-Shirts an hochgiftigen und nicht biologisch abbaubaren Chemikalien eingesetzt.

gefaltete Jeans

Neben der Ressourcenverschwendeung ist das größte Problem der Mode die hohen CO2-Emissionen. Der Modeindustrie gelingt es nicht die CO2-Emissionen weit genug zu reduzieren um das vom Weltklimarat festgelegt Ziel von 1,5°C bis 2030 zu erreichen. 2018 verursachte die Bekleidungs- und Schuhindustrie rund 4% (2,1 Milliarden Tonnen) des weltweiten CO2-Ausstoßes. Das entspricht den Emissionen von Großbritannien, Frankreich und Deutschland zusammen. Wird dieser Trend fortgesetzt ist bis zum Jahr 2030 mit CO2-Emissionen von 2,7 Milliarden Tonnen pro Jahr zu rechnen.

Die CO2-Emissionen entstehen dabei bei der Förderung von Erdöl für die Herstellung von Synthetikfasern, beim Betrieb der Maschinen, für das Licht der riesigen Fabrikhallen und dem Transport.

Wie können die CO2-Emissionen verringert werden

Indem eine verringerte Materialproduktion und Verarbeitung erreicht wird. Zurzeit werden zu viele Kleidungsstücke hergestellt. Dies ist der Grund dafür, dass nur 60% der Kleidungsstücke ohne Preisabschlag verkauft werden.

Versuche deinen Beitrag zu leisten indem du deinen Konsum einschränkst, second-hand kaufst und Kleidung reparierst.

Durch die Verarbeitung von Synthetikfasern ist die Qualität der Kleidung so schlecht geworden, dass sie nicht weiterverkauft werden kann. Deshalb solltest du natürliche Fasern bevorzugen.

Die Transporte sollten minimiert werden und umweltfreundlicher gestaltet werden, auch durch erneuerbare Energien.

T-Shirts hängen auf Kleiderbügeln