Wie funktioniert CO2-Kompensation?

Wie funktioniert die Co2-Kompensation?

Kurz und leicht lässt sich CO2 Kompensation wie folgt erklären: Klimaschutzprojekte führen nachweislich zu Einsparung von Co2. Dies wird zertifiziert, wodurch sich die Klimaschutzprojekte finanzieren lassen. Entsendendes Co2 (zum Beispiel CO2 das beim Autofahren entsteht) kann somit durch die Reduktion von CO2 (zum Beispiel durch einen Solarpark in Indien) kompensiert werden. Folglich wird also mit dem eingesetzten Geld CO2 an andere Stelle eingespart.

Es ist essentiell, CO2 zu reduzieren und es zu kompensieren, wie wir es, mit deiner Hilfe, bei There is no Planet B tun. Vor allem die Industrieländer des globalen Nordens sind für die hohen Treibhausgasemissionen der letzten Jahre verantwortlich. Damit sich der Wohlstand in Ländern des globalen Südens steigern und die Wirtschaft sich umweltfreundlich entwickeln kann, ist die Investition in nachhaltige Projekte und Konzepte dort besonders wichtig. Währenddessen kann die Wirtschaft der Industrieländer in eine umweltverträgliche Wirtschaft umgerüstet werden. 

Wie bereits beschrieben, ist es möglich den Ausstoß von CO2 zu reduzieren. Mit dem von der Bundesregierung geplanten Kohleausstieg in Deutschland im Jahr 2038 ist dies allerdings zu spät, um die Folgen der Klimakrise zu begrenzen. Hinzu kommt, dass jede*r einzelne bei dem Einsparen des eigens produzierten CO2 früher oder später an Grenzen stößt. So kann man, wenn man in einer Stadt lebt, lieber das Fahrrad anstelle des Autos nehmen. Lebt man allerdings auf dem Land, merkt man schnell, dass es oft keine Alternative zum Auto gibt. Ein weiteres Beispiel ist das Reisen. Innerhalb Europas kann man auf Flugreisen verzichten.

Wie funktioniert die Co2-Kompensation genau?

Kompensation funktioniert wie eine Art Waage: Produziertes CO2 wird durch Projekte und Aktionen an einem anderen Ort der Welt als am Entstehungsort CO2 gebündelt und/oder eingespart und somit ausgeglichen. Deine letzte Flugreise, die Nutzung deines Autos und das Heizen deines Zuhause kann somit, wie im folgenden Schaubild erklärt, durch das Pflanzen von Bäumen oder erneuerbare Energie (wie Windenergie) ausgeglichen werden.

Deine Kompensation könnte somit durch die Unterstützung eines Solarparks erfolgen. Hierbei wird klimafreundlichere Energien eingesetzt, um CO2 zu sparen. Das eingesparte CO2 kann man messen und berechnen. Damit sich die Klimaschutzprojekte finanzieren lassen, verkaufen diese die eingesparten Tonnen CO2. Diese kannst du über uns erwerben, um deinen Fußabdruck zu neutralisieren. Hierbei werden die sogenannten CO2-Zertifikate strengsten überwacht und durch den GoldStandard zertifiziert. Dadurch ist sichergestellt, dass die Tonnen an CO2 auch wirklich eingespart werden.

Wieso ist es so wichtig, seinen CO2-Ausstoß zu kompensieren?

Die Chancen die Klimakrise aufzuhalten schwinden jeden Tag. Das bedeutet, wir müssen jetzt handeln. Denn die Klimakrise wird Auswirkungen auf zukünftige Generationen, aber auch auf unser Leben haben. Der Klimawandel ist bereits spürbar, zum Beispiel, wenn wir an die Hitze- und Dürrewellen der letzten Sommer in Europa denken. Da die Einsparung von CO2 nur begrenzt möglich ist, müssen wir das CO2, das wir nicht vermeiden können, kompensieren, um eine globale Klimakatastrophe zu vermeiden und unser Zuhause, die Erde, auch für die Zukunft bewohnbar zu gestalten.

Was ist der Clean Development Mechanism (CDM)?

Der Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung (englisch Clean Development Mechanism, Abkürzung CDM) ist Teil des Kyoto-Protokolls und ist daher von den Ländern der Vereinten Nationen entwickelt worden. Es handelt sich um einen anpassungsfähigen Mechanismus der das Ziel hat die durch den Treibhauseffekt produzierten Emissionen zu verringern. Er ist vor allem dazu entwickelt worden den Ländern des Globalen Südens eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen und somit den Klimawandel zu verhindern. Hinzu kommt, dass Industrienationen ihre bereits sehr hohen Emissionen ausgleichen und begrenzen können. Dies wurde im Annex 1 unter Artikel 3 des Kyoto-Protokolls festgehalten. Welches jedoch vom Pariser Abkommen ersetzt wurde. Das Pariser Abkommen hat stärker die Gesamtverantwortung aller Staaten unterstreichen, anstatt die Welt in Länder des Globalen Südens und Globalen Nordens zu unterteilen. Der CDM funktioniert vorerst wie bisher.

Zu den Standards nach denen Projekte des CDMs, zertifiziert werden, zählt die genaue Berechnung der Emissionen für den Aufbau der Projekte und die Abwägung, ob sie dennoch lohnenswert sind. Sollte beispielsweise ein Windpark bei seinem Bau mehr CO2 verbrauchen, als er später einspart, wird dieses Projekt nicht genehmigt. Der CDM ist somit der allgemeine Mechanismus der Vereinten Nationen nach dem CO2 Kompensation stattfinden kann. Mit ihm können Länder des Globalen Südens Projekte aufbauen, die CO2 einsparen, wie beispielsweise den eben bereits erwähnten Windpark. Die Einsparung wird vom CDM mit sogenannten Emissionsreduktionseinheiten (eng. Certified Emission Reductions = CER) zertifiziert, welche wieder von Ländern des Globalen Nordens erworben werden können. Dadurch können Industrieländer ihre Emissionen ausgleichen.

Als Erfolg des CDM kann außerdem beurteilt werden, dass nicht nur Staaten, sondern auch Unternehmen sich an den CER beteiligt haben, um den Klimaschutz zu fördern. Hinzu kommt, dass er ermöglicht die gesamten Treibhausgasemissionen der Erde zu überwachen.  

Qualitätsstandard

CO2-Kompensation bedeutet nicht, dass man einen Freifahrtschein erhält und klimaschädlich leben sollte. Dies gilt für Unternehmen wie für Privatpersonen. Der Ausgleich hat die einfache Bedeutung einer Zusatzmöglichkeit, für den Ausgleich nicht vermeidbarer Emissionen. Neben einer allgemeinen Reduktion ist die Kompensation eine weitere tragende Säule, um das Voranschreiten der Klimakrise aufzuhalten. Damit auch die tatsächliche Kompensation durch verschiedene Projekte erfolgt, gibt es verschiedenen Qualitätsstandards. There-is-No-Planet-B.org verwendet den Gold Standard. Diesen wollen wir dir im nächsten Abschnitt genauer erläutern.

 

GoldStandard

Der GoldStandard bezieht sich auf den CDM. Darüber hinaus werden die Sustainable Development Goals (Ziele für nachhaltige Entwicklung) der Vereinten Nationen mit eingebunden. Hier kann man ausgestoßenes CO2 bzw. Carbon Credits durch zertifizierte Projekte ausgleichen. Der GoldStandard ist somit der modernste und innovativste Standard und verfolgt das Ziel einer nachhaltigen globalen Entwicklung bis 2030 und darüber hinaus.

Der GoldStandard wurde 2003 vom WWF und anderen NGOs (Nicht-Regierungs-Organisationen) entwickelt, um Projekt für eine Reduzierung der CO2-Eimmissionen mit einem hohen Level an Integrität und Konzepten für eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten. In den letzten Jahren bezog er das Pariser Klimaabkommen und die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung mit ein und hat daher die Ziele: Positiven Einfluss zu maximieren und einen starken Mehrwert für die Menschen der Erde und unseren Planeten zu entwickeln.     

Das Streben das Pariser Abkommen und die SDGs zu erfüllen, soll durch robuste Standards und verifizierten positiven Einfluss erreicht werden. Dies wird durch einen einfachen Zugang zum Markt, mehr Kapazität und Investment im Umweltsektor und die Zusammenführung von nachhaltigen, Klima- und Entwicklungsgeldern, umgesetzt. Hinzu kommt, dass der GoldStandard nach dem Prinzip handelt, dass Klimamaßnahmen nicht eindimensional sinnvoll sind, sondern immer mit nachhaltiger Entwicklung einhergehen muss. Dies bringt Vorteile über die Reduzierung von CO2 Emissionen hinausgehend, wie zum Beispiel der Aufbau von Infrastrukturen, Bildung und die Schaffung von Arbeitsplätzen.   

Der GoldStandard in Zahlen:

Welche Arten von Klimaschutzprojekte gibt es?

Weltweit gibt es viele Klimaschutzprojekte, die eine CO2 Kompensierung ermöglichen. Hierbei gibt es unterschiedliche Anbieter und verschiedene Qualitätsstandards nach denen gearbeitet wird. Je nach Anbieter kannst du Zertifikate kaufen, welche belegen, dass du das Projekt unterstützt und zudem zeigen, nach welchen Qualitätsstandards gearbeitet wird. Andere Anbieter ermöglichen die Verwirklichung eigener Klimaschutzprojekte. Doch auch im alltäglichen Leben gibt es die Klimaschutzprojekte.

Im Alltag bei der Nutzung von Bahn-, Reise- oder Fluggesellschaften wird direkt beim Kauf eine CO2 Kompensation angeboten. Deine eigene Emission kannst du online jedoch auch selber berechnen.

Energieprojekte

Bei diesen Projekten geht es vorrangig darum, in erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu investieren und somit den CO2 Ausstoß auszugleichen. Unter erneuerbaren Energien versteht man Energie, die durch natürliche Prozesse generiert wird. Besonders bekannt ist hier die Windenergie, die durch Windräder erzeugt wird. Auch Solarenergie ist allgemein bekannt, welche Sonnenergie in Strom umwandelt. Weitere erneuerbare Energien sind beispielsweise Biomasse und Geothermie.

Abfall und Deponiegas Projekte

Durch diese Projekte wird das Abfall- und Abwassermanagement investiert, um diese zu verbessern und somit den Austritt von Gasen, welche das Klima schädigen zu verringern. Im Idealfall könen diese sogar zu vermeiden werden. Vor allem das Recycling steht hier bei vielen Projekten an erster Stelle. Schließlich können dadurch Rohstoffe dem Kreislauf wieder hinzugeführt werden. Zudem wird hier in Industrie und Transport investiert, um auch hier die CO2 Emission zu verringern.

Reduzierung/Einbindung von CO2

Projekte, bei denen Reduzierung und Einbindung von CO2 ermöglicht wird, geht es vorrangig um Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Durch Investitionen in diesen Bereichen kann an der Reduzierung der CO2 Emission gearbeitet werden. Zudem wird in diesen Projekten an dem Erhalt von Mooren und Wäldern gearbeitet. Nicht nur der Klimaschutz, sondern auch der Naturschutz stehen hier im Vordergrund. Dadruch kann neben dem Klimaschutz auch der Naturschutz sowie der erhalt der Artenvielfalt gefördert werden.

Projekt-Portfolio

There is no Planet B unterstützt genau dort, wo die Unterstützung gebraucht wird. Wir setzen uns für nachhaltige Projekte ein, welche für Fortschritt in Sachen Klimaschutz sorgen.

Mit unserem Projekt-Portfolio unterstützt mehrere Projekte gleichzeitig, indem wir deine Beiträge auf unterschiedliche Projekte verteilen. Dadurch hilfst du an mehreren Stellen parallel und treibst den Klimaschutz an gleich mehreren Orten voran. Außerdem werden vor Ort auch soziale Faktoren gefördert. Hierzu gehören sichere Arbeitsplätze und die Geschlechter Gleichberechtigung.

Worauf wartest du?

Erfahre durch wenige Klicks, wie hoch dein eigener CO2-Ausstoß ist und vergleiche deine Werte mit anderen Personen. Tue etwas für dich, dein Gewissen, die Gesellschaft und deine Nachkommen und trage Sorge dafür, dass die vom Menschen verursachten Klimaschädigungen bestmöglich gestoppt werden und keine weiteren Schäden hinzukommen. Bringe den Stein ins Rollen, mache den ersten Schritt – kompensiere deinen eigenen CO2-Ausstoß und unterstütze damit nachhaltige Projekte für eine bessere Welt.